Sonntag, 2. Oktober 2011

Wildlife




So als ich und Marcel, Praktikant bei NBC-Radio – also Nambibian Broadcasting Corp., nicht zu verwechseln mit den Amis – im Camp unsere Zelte aufschlugen, gegrillt – gespeist und getrunken hatten, hab ich die Dudes schon bemerkt, die um unsere Lagerstelle schlichen. Nichts dabei gedach. Gut Nacht – und unter die Dusche, als ich wieder kam, bemerkte ich wie „el schabrakus“ seine Nase in meiner Kühltasche hatte. „EYYYY…. Was gehtn app Junge!“ Keinesfalls hastig zog er von dannen . Gut, dachte ich… bin noch mal ins Toilettenhäuschen zurück, weil ich wat vergessen hatte – komme zurück, da ist der Junge wieder am Start. „Eh - Du Kojotenschabracke“. Wiederum gemächlich, zog der Kollege davon. Schnell und hastig schloss ich alles was nicht niet- und nagelfest in unseren Polo. „El Schabrackus“ schlich ums Lager. Da bemerkte ich, dass er etwas im Maul hatte. „Coole Sache“, dachte ich, der hat was gefangen. Ne Taube, ne Gans – „Wildlife“, dacht ich mir. Das musste fotografieren. Diesmal schleiche ich. Ich taste mich vorsichtig voran – um ein cooles Bild zu checken. El Schabrackus fängt mit seinen Vorderläufen an zu buddeln, will seien Fang vergraben. Als ich näher komme, denke ich, „das ist aber ne komische Taube“. Jetzt, da ich nicht mehr tapse sondern stramm auf den Genossen zumarschiere haut er ab. Es war stockfinster – da lag das corpus deliciti vor mir – anfassen – Nein. Foto machen, ja. Blitz an –Klick. Auf dem LCD-Bildschirm taucht plötzlich meine Brottüte auf. Der Kunde wollte mal schöne das erste Schwarzbrot seit Tagen verbuddeln. Marcel kommt aus der Dusche und fragt was los ist. „Während Du ma schön duschen warst, musste ich unser Hab und Gut verteidigen.“

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